wie ich zur Fotografie gekommen bin?

12. Februar 2026

~ mein Weg zur Fotografie ~

ICM Landschaft
 Künstlerisch war ich schon immer aktiv. 
Bereits in jungen Jahren habe ich abstrakte Bilder gemalt
und auch heute zieht es mich weiterhin in unregelmäßigen Abständen zu Pinsel und Farben.
Eine Kamera hatte ich bis ins hohe Alter nie in den Händen gehalten.

Meinen ersten Kontakt mit einer Kamera hatte ich als Produkttester, nicht um sie zu testen,
sondern weil mein Anspruch es erfordert hat, die Produkte, die ich getestet habe, einfach angemessen abzulichten.
Ich hatte überhaupt keine Ahnung von der Technik.
Ich wusste nichts mit Begriffen wie Blende, Verschlusszeit und Co. anzufangen und das Thema Fotografie war und ist manches Mal noch bis heute für mich ein Buch mit sieben Siegeln.
Irgendwann hat mich aber der Ehrgeiz gepackt. Ich habe mich in das Thema eingelesen und sogar festgestellt, dass ich Spaß an der Sache habe.
Ich habe einen neuen Bereich kennengelernt, wo ich mich ebenfalls kreativ betätigen kann, ohne dass in meiner Wohnung überall Malutensilien im Weg stehen. Denn wenn ich male, bricht bei mir das Chaos aus. :)
Das anfängliche „Pflichtprogramm“, Produkte also angemessen darzustellen, 
hat sich zu einer grenzenlosen Passion entwickelt.

Obwohl ich mich vor der Fotografie selten in der Natur aufgehalten habe, hat es mich ganz schnell mit der Kamera nach draußen gezogen. 
Es war wie ein stiller Ruf meiner Seele, der zum Leben erweckt wurde.
Wenn ich bis dahin drei Vogelarten unterscheiden konnte, war das schon viel.
Dennoch war ich schon immer aufmerksam und habe die Schönheit, die es draußen zu entdecken gibt, gesehen und durchaus schätzen können. 
Aber ich war meilenweit davon entfernt, das wertvolle und sensible Gut vollends zu erfassen.

Um mich mehr mit der Technik zu befassen und zu lernen, bin ich also eines Tages einfach hinausgegangen. 
Zunächst habe ich sehr viele Blumen fotografiert, da ich auf diese Art viel über die Blendeneinstellungen gelernt habe. 
In den ersten Jahren hat mich eine Bridge-Kamera begleitet, was auch vollkommen ausreichend war. 
Selbst heute denke ich noch an die Zeit zurück, da ich weniger Ansprüche an mich hatte und irgendwie einfach freier und sorgloser fotografiert habe.
Um immer mehr zu erlernen und technisch mehr Verständnis zu entwickeln,
habe ich mich fotografisch in den ersten Lernjahren sehr vielen unterschiedlichen Themen gewidmet. Langzeitbelichtungen bei Nacht, Makroaufnahmen, Architekturaufnahmen und vieles mehr zählte dazu.
Genauso habe ich mir in den ersten Jahren sehr viel Lektüre gekauft und Zeitschriften verschlungen, damit ich mich neuen fotografischen Aufgaben widme und mich so weiter ausprobieren kann. 
Eigene Ideen oder wie ich Gesehenes umsetzen kann, wusste ich zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht. 

Doch wenn ich ehrlich bin, haben mir all die Bücher auch nicht weitergeholfen,
denn die ganzen Begrifflichkeiten habe ich auch bei noch so viel vorhandener Lektüre einfach nicht verstanden.
Lernen konnte ich am besten durch das Umsetzen direkt am Spot. Selbst heute ist es noch so, dass ich mich mit manchen Begrifflichkeiten schwer tue. Auch was die Bearbeitung der jeweiligen Bilder angeht, bin ich eher laienhaft unterwegs. 

All das stört mich aber nicht!
Denn ich fotografiere, weil es mir Spaß macht, weil ich es genieße, draußen zu sein, weil ich es liebe, kreativ zu sein,
und vor allem aber, um zu beobachten. 
Ziemlich schnell habe ich bemerkt, wie erfüllend es für mich ist, 
einfach draußen zu sein. 
Tiere zu beobachten, Neues zu entdecken, Zusammenhänge zu verstehen und mich immer mehr damit zu befassen, wie sich Lebensräume aufteilen und durch welche Vorkommen diese geprägt und gestaltet werden.
Ich wurde aus einem Tiefschlaf der Ignoranz und der nicht vorhandenen Wahrnehmung durch all meine Erlebnisse und Beobachtungen wachgerüttelt und sensibilisiert.
Schnell habe ich verstanden, wie empfindsam Lebensräume sind, wie wenig naturbelassene Rückzugsorte überhaupt noch vorhanden sind und wie viel der Mensch dazu beiträgt Lebensräume und das dort enthaltene Leben, ob Pflanzen oder Tiere, durch unterschiedlichste Maßnahmen vernichtet. Mal unwissentlich, mal bewusst und billigend in Kauf nehmend.
Mein ganzes Bewusstsein für meine Umwelt hat sich seit der Fotografie verändert. Ich weiß durchaus, wie empfindsam all das Leben da draußen ist. Ich erlebe selbst den so oft zitierten Artenschwund seit Jahren, in denen ich bewusst mein Umfeld beobachte. Ich kann und will auch nicht länger die Augen davor verschließen, 
welche Missstände unsere eigentlich wundervolle Welt mit sich bringt.
All das neue Bewusstsein möchte ich nicht mehr missen, auch wenn es manches Mal sehr schmerzhaft ist, aber nur so wird man achtsamer gegenüber dem Hier und Jetzt und kann hoffentlich etwas dazu beitragen das Bilder und Worte immer mehr Menschen erreichen, um positiven Einfluss auf die Umwelt zu nehmen.

So bin ich also zur Fotografie gekommen und es erklärt ein wenig, warum mein Herz insbesondere für den Bereich der Naturfotografie schlägt, obwohl ich zuvor keinerlei Berührungspunkte auf diesem Gebiet hatte.
Ich möchte mit meinen Aufnahmen berühren, möchte Einblicke in kleine Welten ermöglichen, aufklären
und einfach nur das genießen, was ich mache.
Ich habe keine Intention, meine Bilder kommerziell zu vertreiben. Mal an einem Wettbewerb teilnehmen, Fotos ausstellen und mit Wort und Bild Menschen zu erreichen, sind für mich vollkommen erfüllend und ausreichend.

Bilder findet man auf meinen Festplatten erst ab dem Jahr 2021.